Stellungnahme des Schweizer Tierschutz STS zur >> Tierversuchstatistik 2009 des Bundesamtes für Veterinärwesen BVET vom 29. Juni 2010.
Auch das Jahr 2009 war für 706`104 Tiere in Schweizer Tierversuchen ein trauriges Jahr, für die meisten endet es nach vielen Qualen und haltungsbedingten Einschränkungen mit dem Tod. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Gesamtzahl verbrauchter Tiere durch Tierversuche nur unwesentlich gesunken (- 3,5 %). Hingegen ist der Tierverbrauch in den schwerbelastenden Versuchen des höchsten Schweregrades (SG 3) um 12% von 15`500 auf 17`500 gestiegen. Das bedeutet, dass in der Schweiz täglich fast 50 Tiere unsägliche Qualen im Dienste der Menschheit über sich ergehen lassen müssen. Darunter sind, im Gegensatz zum Jahr 2008, wieder Primaten, vermehrt Hunde und Kaninchen, sowie Schafe, Ziegen und vor allem auch Schweine. Für die ökotoxikologischen Untersuchungen wurden mehr als doppelt so viele Fische im Schweregrad 3 im Vergleich zum Vorjahr eingesetzt und insgesamt stieg die Anzahl verwendeter Fische im Tierversuch auf über 46`000 Tiere. Den grössten Anteil der im Tierversuch verbrauchten Tiere machen nach wie vor Mäuse und Ratten aus – auch hier stieg die Anzahl Tiere im höchsten Schweregrad.
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30. Juni 2010 | Vermischtes | Kommentieren »
“Ueberraschendes Aus für den Tieranwalt: Den Zürcher Tieranwalt gibt es ab 2011 nicht mehr. Das hat das Parlament beschlossen – ohne es selbst zu merken. Politiker sind empört. (…) Mehr als 2000 Fälle hat der Zürcher Tieranwalt in den letzten 15 Jahren behandelt. Viel mehr werden es nicht mehr: Anfang 2011 wird das weltweit einzigartige Amt abgeschafft. “Das Veterinäramt wird alleine die Rechte der Tiere wahrnehmen”, bestätigt der Sprecher der Zürcher Gesundheitsdirektion. (…) Noch-Tieranwalt Antoine F. Goetschel zeigt sich überrascht: “Ich kann nur hoffen, dass die Tiere darunter nicht leiden werden.” Er fordert, dass die Verwaltung ebenso strenge Massstäbe anwendet und gleich konsequent Fälle zur Anzeige bringt, wie er dies tat.”
gelesen unter >> 20Minuten online
Da werden Aenderungen im Tierschutzgesetz vom Kantonsparlament ohne Gegenstimme angenommen und die grosse Mehrheit der Parlamentarier bemerkt nicht, was sie da beschliesst. Das gibts ja wohl nicht!
Dass nach der Ablehnung der Tierschutzanwalt-Initiative (Einführung von Tierschutzanwälten in allen Kantonen) anfangs März dieses Jahres über eine mögliche Abschaffung der Institution im Kanton Zürich diskutiert wurde war bekannt. Und nun hat es das Zürcher Parlament tatsächlich geschafft, den weltweit einzigen Tieranwalt abzuschaffen ohne auch nur darüber zu diskutieren. Mit welcher “Seriosität” hier über den Schutz der Tiere bestimmt wird, das sollte uns ernsthaft zu denken geben.
30. Juni 2010 | Gegen-gelesen | Kommentieren »
“Stoppt die Hundemafia” fordert der Schweizer Tierschutz STS mit einer von 11 000 Personen unterschriebenen Petition, die er dem EVD, Frau Bundespräsidentin Doris Leuthard, übergeben hat. Der STS begrüsst gleichzeitig die angekündigte Revision des Tierseuchengesetzes, welche dem illegalen Hundehandel einen Riegel schieben soll.
Das miese Geschäft mit dem illegalen Welpenhandel läuft meistens nach demselben Schema ab: Treffpunkt ist irgendein anonymer Parkplatz. Der Hundehändler öffnet die Türe seines Transporters, in dessen Inneren sich zahlreiche erschöpfte, winselnde kleine Welpen in schlechtem Zustand befinden. Der “Dealer” übergibt die “Ware” seinem neuen Besitzer gegen Barzahlung und macht sich schleunigst aus dem Staub. Etliche dieser Hundebabys überleben nur wenige Tage oder werden zu Dauerpatienten beim Tierarzt. “In der Regel stammen die Welpen aus osteuropäischen Massenproduktionen und wachsen dort unter den schlimmsten Bedingungen auf”, erklärte die Tierärztin und STS-Hundefachfrau, Julika Fitzi, vor den Medien in Bern.
Seit Jahren kämpft der Schweizer Tierschutz STS gegen solche kriminelle Machenschaften der internationalen Hundemafia an. Couragierte Mitarbeiterinnen des STS haben im vergangenen Jahr illegalen Hundehändlern eine Falle gestellt, sodass diese von der Polizei auf frischer Tat geschnappt werden konnten.
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27. Juni 2010 | STS-News-Blog | Kommentieren »
“Vergeblicher Vorstoß: Japan, Island und Norwegen sind mit ihrer Forderung nach Walfang mit festen Quoten gescheitert. Die Teilnehmer der Internationalen Walfangkonferenz haben sich auf ihrer Tagung in Agadir zerstritten - nicht mal ein Kompromiss kam zustande. (…) Es war ein höchst umstrittenes Papier, das auf der Tagung der Internationalen Walfangkommission in den vergangenen Tagen debattiert wurde. Doch am Ende kam für Walschützer die gute Nachricht: Der Fang von Großwalen bleibt international verboten. Die Internationale Walfangkonferenz hat den lange debattierten Textentwurf zur Zukunft des Walfangs verworfen. Nach dem Entwurf sollte Japan, Island und Norwegen der Walfang mit festen Quoten für zehn Jahre erlaubt werden.”
gelesen unter: >> Spiegel online
Damit bleibt der kommerzielle Walfang verboten - mindestens bis zur nächsten IWC-Konferenz im kommenden Jahr. Das ist wohl auch gut so. Die Freigabe des Walfangs, wenn auch mit Quotenregelung, hätte ein falsches Signal gesendet. Trotzdem: Japan, Island und Norwegen werden auch weiterhin das bestehende Fangverbot ignorieren oder sich auf umstrittene Ausnahmeregelungen berufen. Weiterhin werden Tausende Wale sterben. Es ändert sich nichts.
23. Juni 2010 | Gegen-gelesen | Kommentieren »
Mit einer Petition forderte der Schweizer Tierschutz STS im vergangenen Herbst McDonald’s Schweiz auf, bei der Beschaffung des Rindfleisches für die Hamburger auf besonders tierfreundliche Herkünfte zu setzen und allgemein dem Tierschutzgedanken mehr Rechnung zu tragen. Die Petition wurde unterstützt von KAGfreiland, von der Vereinigung der kleinen und mittleren Bauern VKMB und der Fondation Franz Weber. Bei der heutigen Übergabe der 11′783 Unterschriften zeigte sich Lolita Morena, Mitglied des Zentralvorstandes des STS und Fernsehschaffende, befriedigt und wertete die Petition als Erfolg. McDonald’s sicherte zu, die rund 4′000 Tonnen Rindfleisch von Schweizer Betrieben zu beziehen, die ihren Kühen regelmässigen Auslauf und Weidegang gemäss dem RAUS-Programm geben. Die bei McDonald’s verwendeten Eier stammen mittlerweile alle aus EU-Freilandhaltungen. Neu prüft die Burger-Kette, vermehrt Schweizer Freilandeier einzusetzen, was ebenfalls dem Anliegen der Petitionäre entspricht.
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23. Juni 2010 | STS-News-Blog | Kommentieren »
Wer die Verantwortung für ein oder mehrere Heimtiere trägt, kann nicht einfach spontan seine Ferien buchen; er muss die Bedürfnisse seiner tierischen Mitbewohner sorgfältig mit einplanen. Ins Reisegepäck der Hundebesitzer gehören unbedingt das gewohnte Futter, der Fressnapf, der Transportkorb, eine vertraute Schlafunterlage und das geliebte Spielzeug. Doch nicht jeder Hund ist geeignet für Reisen und nicht jede Reise geeignet für einen Hund. Der Schweizer Tierschutz STS empfiehlt, sich frühzeitig nach den örtlichen Verordnungen wie Maulkorb- und Leinenzwang zu erkundigen und ob in der Region Infektionsgefahr durch Parasiten oder Tollwut besteht. Lange Fahrzeiten, hündische Krankheitsgefahren sowie Hotels und Badestrände mit Hundeverboten bringen viele Hundefreunde dazu, ohne ihren vierbeinigen Liebling in den Süden zu reisen. Besonders während der Hochsaison sind vielerorts Hunde nicht erwünscht. Das kann zu Problemen führen, wenn man den Hund nicht ins Restaurant, in Geschäfte oder an den Strand mitnehmen darf und ihn im Wagen zurücklassen muss. Nach kurzer Zeit in der prallen Sonne kommt es im Auto zu sogenannter “Stauhitze”. Selbst bei bewölktem oder schwülem Wetter ohne direkte Sonneneinstrahlung steigt die Temperatur im parkierten Auto rasch an, was für die darin zurückgelassenen Tiere schnell zur tödlichen Falle werden kann. Es kommt zu Sauerstoffmangel, Übelkeit und Kreislaufproblemen mit anschließendem Kreislaufversagen.Umfassende Informationen zum Thema gibts auf der >> STS-Ferienplattform
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18. Juni 2010 | STS-News-Blog | Kommentieren »
Die reiche Tier- und Pflanzenwelt in Teilen Afrikas, in Südostasien und im Amazonasgebiet fasziniert mit Recht und wird von vielen Menschen nicht ohne Grund als schützenswert erachtet. Nicht zuletzt aus diesem Grund wird gerne der Kollaps der Natur beschwört und sofort mit Schuldzuweisungen – vorzugsweise an den sogenannten westlichen Lebensstil - hausiert, wenn wieder einmal über das Aussterben einer Art berichtet wird.
Keine Frage: Das Aussterben bedeutet einen Verlust. Doch manche Reaktionen hierzulande erinnern mit ihrer Inkonsequenz und Froschperspektive an Kleinkinder, denen das Spielzeug kaputt geht. Man beklagt den Umgang mit den Wildtieren in Afrika, Südamerika und in Südostasien, den fortschreitenden Entzug ihrer Lebensgrundlagen und vergisst darüber, dass unsere Vorfahren durch ihre Kulturleistung, welche mit die Ursache war und ist für Wohlstand und moderne Lebensweise, exakt das Gleiche anstellten – einfach einige hundert Jahre früher. Eine “richtige” Natur existiert bei uns ja praktisch nicht mehr; Umwelt, Natur, Pflanzen und Wildtiere stehen längst fast vollumfänglich unter dem “Management” des Menschen und seinen menschengemachten Vorgaben an diese “Natur”. (Eine andere, im Unterschied etwa zu Technik und Medizin bislang wenig diskutierte Form des menschlichen Machbarkeitwahns!)
Wehe, wenn sich dann einige Gross-Wildtiere erlauben, ihren Fuss auf unser Land und unsere menschengemachte “Natur” zu setzen! Wo immer Luchs, Wolf oder Bär auftauchen, ist die dortige Bevölkerung aufgeschreckt und will die Eindringlinge loswerden. Dafür lässt sich trefflich über die Artenschutz-Sünden der Afrikaner, Brasilianer und Philippinos diskutieren.
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13. Juni 2010 | Mensch-Tier-Beziehung | Kommentieren »
Der Schweizer Tierschutz STS bittet Ferienreisende, vierbeinige Urlaubs- bekanntschaften nicht spontan aus dem Ausland mitzubringen. Oftmals wird zu spät erkannt, dass die Tiere zu jung, ohne ausreichenden Impfschutz oder bereits schwer erkrankt sind. Ausserdem gilt es die gesetzlichen Einfuhrbestimmungen zu beachten.
Wer hat es nicht schon erlebt, die herrenlosen Hunde und Katzen, die am Strand oder in den Hotelanlagen versuchen, ein Futterhäppchen oder ein paar Streicheleinheiten zu ergattern. Um streunenden Tieren jedoch nachhaltig zu helfen, sollten sich Tierfreunde im Ausland immer an den örtlichen Tierschutzverein wenden. Die einschlägigen Adressen sind nach Region und Land aufgelistet und unter www.worldanimal.net zu finden. Viele Vereine führen nebst Aufklärungskampagnen auch Kastrationen durch. So können sich die Tiere nicht unkontrolliert vermehren und werden vor Tierfängern und der oftmals drohenden Tötung bewahrt. Eine finanzielle Spende vor Ort hilft, die Tierschutzarbeit der lokalen Organisation weiterzuführen.
Den Tieren wird auch nicht nachhaltig geholfen, wenn man sie unüberlegt füttert und sie während dem Ferienaufenthalt an sich bindet. Nach der Abreise sind die Tiere wieder auf sich selbst gestellt. Sinnvoller ist es, bei der Hotelleitung auf eine artgerechte Versorgung der Streuner oder auf eine Unterstützung der Kastrationsaktionen zu drängen. Sie sollten jedoch deutlich machen, dass sie keinesfalls mit der Tötung oder Vertreibung der Tiere einverstanden sind, sondern dass ihnen das Wohl der Streuner am Herzen liegt. Wer am Ferienort offensichtliche Tierschutzprobleme feststellt, sollte dies offen ansprechen und die Einhaltung von Tierschutzstandards einfordern.
10. Juni 2010 | STS-News-Blog | Kommentieren »
Tierfreunde sind keine besseren Menschen. Man muss als Beleg hierzu nicht die engen Beziehungen von KZ-Kommandanten oder Adolf Hitler zu ihren Hunden ins Feld führen, sondern findet das im alltäglichen Leben von normalen Menschen bestätigt.
Hingegen zeigen Wissenschaft und Erfahrung immer deutlicher einen Zusammenhang zwischen Tierquälerei und Gewalttaten an Menschen. Für die amerikanischen FBI-Profiler stellt der Tiermissbrauch eines von vier Kriterien dar, mit welchen sie ein mögliches zukünftiges kriminelles Verhalten von Personen abschätzen. Prof. Frank R. Ascione von der Uni Denver in Colorado wird von der New York Times dahingehend zitiert, dass in 88% von Missbrauchsfällen an Frauen und Kindern die Täter – meist männliche Familienmitglieder oder Partner - auch Tierquälereien begangen hatten.
Gemäss Andrea Beetz von der Uni Rostock sind zumeist Hunde, Katzen und Kleintiere Opfer von absichtlicher Tierquälerei. Während Männer eher aggressive Quälereien begehen, sind es bei Frauen mehr Vernachlässigungen. Aber auch Kinder und Jugendliche quälen Tiere. “Fällen von Tierquälerei nachzugehen, kann wichtige Hinweise auf ein von Gewalt und Missbrauch geprägtes Umfeld, Gewaltkriminalität oder eine psychiatrisch relevante Störung des Täters liefern,” meinte die Expertin an einer Tagung des Schweizer Tierschutz STS im Februar 2010 in Zürich.
Es lohnt sich also für diese Gesellschaft, bei Tierquälerei genau hinzusehen. Behörden und Gerichte sollten Tierquälerei nicht als Kavaliersdelikte ansehen, sondern im Interesse unserer Mitgeschöpfe, der Tiere, und unserer Gesellschaft, insbesondere von Kindern und Frauen, konsequent verfolgen und ahnden.
Hans-Ulrich Huber
9. Juni 2010 | Mensch-Tier-Beziehung | Kommentieren »

Hier sind viele Worte wirklich nicht notwendig. Es ist unfassbar und unvorstellbar und es ist mensch-gemacht.
(Bild: keystone)
7. Juni 2010 | ohne (viele) Worte | Kommentieren »