Mehr Tierwohl

Agrarpolitik 2014-2017: Mehr für das Tierwohl tun
Mit Blick auf die bevorstehende Beratung der agrarpolitischen Vorlage AP 2014-17 in den Eidgenössischen Räten präsentiert der Schweizer Tierschutz STS einen sieben Punkte umfassenden Massnahmenplan für ein “Freilandhaltungsland” Schweiz. Im Mittelpunkt steht dabei die konsequente Förderung der artgerechten Tierhaltung als unverzichtbarer Teil einer glaubwürdigen Qualitätsstrategie in der Landwirtschaft.
Die vom Bundesrat im Rahmen von AP 2014-17 vorgeschlagene Qualitätsstrategie für die Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft und die damit verbundene Abkehr vom bisherigen Giesskannen-Prinzip bei den Direktzahlungen hin zu leistungsbezogenen Förderbeitägen weist in die richtige Richtung und entspricht langjährigen Forderungen des Schweizer Tierschutz STS. Allerdings muss das Parlament dieser Qualitätsstrategie nun mit zielführenden, griffigen Massnahmen und Instrumenten Leben einhauchen. “Werden die bestehenden Defizite beim Tierwohl nicht durch eine konsequentere Förderung der artgerechten Nutztierhaltung behoben, bleibt die Absicht des Bundesrates Makulatur”, unterstrich STS-Geschäftsführer Hans-Ulrich Huber an einer Medienkonferenz in Bern.
Tierhaltung zwischen Anspruch und Wirklichkeit
Insbesondere bei der Qualität der Tierhaltung, beim Tierwohl, klaffen Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander. Noch immer werden Millionen von Nutztieren tierfreundliche Ställe und freier Auslauf vorenthalten. Neun von zehn Mastkälbchen verlassen den Stall erstmals, wenn sie zum Schlachter gebracht werden. 40% der Mastschweine suhlen sich nie im Freien. Kein Wunder, denn das Tierwohl wird bislang äusserst stiefmütterlich gefördert. Lediglich 9% der heute ausgerichteten Direktzahlungen sind dafür vorgesehen und die Beiträge sind oftmals viel zu tief, um den höheren Aufwand der Landwirte abzugelten.
Konkrete Massnahmen
Mehr Tierwohl ist das wichtigste Anliegen der Schweizer Konsumenten und Steuerzahler an Landwirtschaft und Agrarpolitik. Tierwohl und ein hoher Qualitätstandard sind entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Landwirtschaft im weltweit hart umkämpften Nahrungsmittelmarkt und sie sind entscheidend für die Versorgung der Bevölkerung mit sicheren und hochwertigen Lebensmitteln.
Mit einem konkreten und praktikablen Massnahmenkatalog für ein “Freilandhaltungsland” Schweiz will der Schweizer Tierschutz STS dem Tierwohl und der Qualitätsstrategie in der Landwirtschaft zum Durchbruch verhelfen. Zu den vorgeschlagenen Massnahmen gehören u.a. zielgerichtete Direktzahlungen, konsequente Tierhaltungskontrollen, die Förderung tierfreundlicher Stallbauten und die Beibehaltung der Tier-Höchstbestandesgrenze pro Betrieb.
( STS-Medienmitteilung vom 3. Mai 2012 )


Am 8. Mai 2012 um 10:32 Uhr
Unsere Schweizer Wirtschaft gedeiht dank Innovation. Das sollte auch für unsere Landwirtschaft der Fall sein.
Für unsere hiezulande kleinen Flächen Agrarland wäre “weniger aber besser” in aller Hinsicht ein Fortschritt. Hochwertige Qualität statt unzureichende Quantität. Der anspsruchvolle Konsument ist auch bereit hohe Preise zu bezahlen wie es sich im Qualitäts-Assortiment in unseren Supermärkten zeigt.
Weniger Fleischkonsum , weniger Übergüllung ist für Mensch Tier und Umwelt eine azustrebende Notwendigkeit.
Werden wir wieder vernünftige Menschen!
Am 11. Mai 2012 um 11:53 Uhr
wir in den industriestaaten verbrennen heute an einem tag soviel kohle, gas und öl wie die natur in 500.000 tagen geschaffen hat und wegen des treibhauseffektes rotten wir jeden tag bis zu 100 tier- und pflanzenarten aus und vergrössern die wüsten täglich um 30.000 hektar.
den bedürfnissen der menschen ist schon lange genüge getan, nicht aber deren gier.
Am 2. Juli 2012 um 16:43 Uhr
Qualität bedeutet auch, achtsam mit Tieren, Pflanzen, Böden, Luft und Wasser umzugehen. Das gute Landwirtschaftsland wird weltweit immer knapper, der Bedarf an pflanzlichen und tierlichen Produkten immer grösser. Dass Lebensmittel so billig sind, wie heute, dürfte sich in Zukunft deshalb ändern; wir alle, weltweit, werden wieder mehr vom Haushaltbudget für Lebensmittel ausgeben müssen. Wichtig ist darum auch, dass wir klare qualitative Forderungen an die Bauern stellen hierzulande, aber auch zu diesem Berufsstand Sorge tragen. Das heisst in erster Linie: CH-Label-Produkte kaufen und keine Billig-Importware.